Was ist der orthodoxe Glaube?

Den christlich-orthodoxen Glauben gibt es in verschiedenen Ländern der Welt. Bei uns am bekanntesten ist der russisch-orthodoxe Glaube. Aber auch die Griechen, Serben und andere verschiedene Nationalitäten werden orthodox getauft und bekennen sich zu diesem christlichen Glauben.

Unser Partner aus Berlin Marzahn-Hellersdorf bekennt sich zum russisch-orthodoxen Glauben, jedoch ist eine Ausführung des Beerdigungsrituals für alle Gläubigen dieser Art möglich. So bieten wir allein den 40.000 in Marzahn-Hellersdorf lebenden russisch-orthodoxen Gläubigen die Möglichkeit eine glaubenstreue Beerdigungszeremonie zu veranstalten.

Was ist eine orthodoxe Beerdigung und wie läuft sie ab?

Da Gott den menschlichen Körper aus der Erde erschaffen hat, soll dieser auch wieder vollständig zur Erde zurückkehren, wenn die Seele diesen verlässt. So kommt es, dass das gesamte Begräbnisritual auf die Erdbestattung ausgerichtet ist.

Normalerweise ist es vor der Bestattung möglich, den Toten noch einmal zu sehen und Abschied von ihm zu nehmen. Dafür wird der Verstorbene gewaschen, bekleidet und die Hände kreuzförmig auf der Brust zusammengelegt. Auf die Stirn legt man ein Papierband mit einem Gebetstext. Auf dieses Band können die Hinterbliebenen zum Abschied einen Kuss auf die Stirn des Verstorbenen geben.

Um auch symbolisch den Körper wieder an die Erde zu geben, bedeckt der Priester nach der Verabschiedung sein Gesicht mit einem Tuch und streut darauf etwas Erde. Erst dann wird der Sargdeckel geschlossen und der Sarg wird begleitet von Gesang hinausgetragen.

An der Grabstelle ist es den Familienmitgliedern und Freunden möglich Dankes- und Abschiedsreden zu halten, bevor die Beerdigung beendet wird.

Was ist bei einer orthodoxen Beerdigung zu beachten?

Eine Verbrennung eines Gläubigen und somit die Bestattung einer Urne ist nicht im Sinne des orthodoxen Glaubens. Aus Unwissenheit oder auch anderen Gründen kommt es in der heutigen Zeit dennoch auch zur Verbrennung. Ist so eine Beisetzung geplant, sollte dies unbedingt vorher mit dem Priester abgesprochen werden.

Das Priesterritual nimmt mehr Zeit in Anspruch, als übliche Beisetzungen. So ist es notwendig für eine orthodoxe Totenfeier die Friedhofsverwaltung darauf aufmerksam zu machen, dass ein Zeitfenster von etwa einer Stunde benötigt wird.

Da es in Berlin nur einen orthodoxen Friedhof gibt, findet die Beisetzungen selten direkt auf diesem Friedhof statt. Daher ist es wichtig vorher mit dem Friedhof abzuklären, dass der Kopf des Verstorbenen in Richtung Osten ausgerichtet sein soll.

Es ist üblich, dass nach sieben und vierzig Tagen nach der Bestattung eine Andacht am Grab des Verstorbenen stattfindet. Danach nochmal nach einem halben Jahr und dann noch ein Jahr später ebenfalls.

Orthodoxe Beerdigung
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