Was ist eine Erdbestattung?

Die Erdbestattung ist die klassischste Art der Beisetzung. Mit rund 400.000 Beisetzungen jährlich allerdings nur die zweithäufigste Art in Deutschland. Bei dieser Bestattungsart wird der Verstorbene in einem Sarg in ein Grab in der Erde beigesetzt. Zum Teil unterscheidet sich die Art und Weise der Beisetzung je nach Religion und Land. In Deutschland müssen Erdbestattungen in einem Holzsarg auf einem Friedhof oder einem eingefriedeten Grundstück erfolgen. In allen Bundesländern gleich, ist die Frist von 48 Stunden als frühestmöglicher Termin der Beisetzung. In Berlin ist eine Ruhezeit des Toten von 20 Jahren festgelegt, welche auf Antrag verlängert werden kann.

Welche Arten der Erdbestattung gibt es?

  • Familiengräber: Eine gewisse Größe und Lage wird für eine Familie reserviert und die Verstorbenen werden hier gemeinsam beigesetzt.
  • Wahlgräber: Die Lage ist für bis zu vier nebeneinander liegende Grabstellen wählbar.
  • Reihengräber: Lage ist nicht wählbar und das Nutzungsrecht ist nicht verlängerbar.
  • Gemeinschaftsgräber: Die Lage ist nicht wählbar, das Nutzungsrecht ebenfalls nicht verlängerbar und es darf keine individuelle Kennzeichnung angebracht werden. Diese Gräber werden durch die Friedhofsverwaltung gepflegt und Blumen/Kränze dürfen nur an bestimmten, festgelegten Stellen abgelegt werden.

Was passiert bei einer Erdbestattung in der Erde?

Wie tief ein Sarg beigesetzt wird ist von verschiedenen Faktoren wie zum Beispiel dem Grundwasser, aber auch den allgemeinen Bestimmungen der verschiedenen Friedhöfe abhängig. Im Durchschnitt ist ein Grab 1,80 bis 2,20 Meter tief.

Auch bei der Dauer kann man keine pauschalen Angaben machen. Die hauptsächlichen Faktoren hier sind Temperatur, Bodenbeschaffenheit und Tiefe. In der Regel sagt man, dass nach 2 bis 5 Jahren die fleischlichen Reste verwest sind, nach etwa 12 Jahren alle anderen Gewebe. Die Knochen brauchen allerdings noch länger. 30 Jahre nach der Erdbestattung geht man davon aus, dass nichts mehr außer Schädel und Oberschenkelknochen übrig sind.

Die allgemeine Sichtweise, dass der Körper in der Erde von Würmern verspeist wird, ist falsch. Diese Tiere sind nur bei einer Bodentiefe bis etwa 30 cm zu finden. Da ein Grab um einiges tiefer liegt kann man diese These getrost vergessen.

Was kostet eine Erdbestattung?

Die allgemeinen Bestattungskosten beginnen in Berlin bei 950 Euro. Hier inklusiv ist bei uns bereits die Abholung des Verstorbenen. Die Friedhofsgebühren sind von Friedhof zu Friedhof unterschiedlich und werden von denen bereits festgesetzt. In Berlin und Umgebung beginnen hier die Preise bei ungefähr 1.100 Euro mit einer Ruhezeit von 20 Jahren.

Weiterhin muss man die Kosten für den Sarg bei der Erdbestattung berechnen. Hier gibt es sehr viele verschiedene Möglichkeiten und es können einige individuelle Wünsche realisiert werden. Für einen einfachen Sarg, welcher für Menschen bis einer Körpergröße von 1,90 m ausgelegt ist, beginnen die Preise bei 900 Euro und sind nach oben hin offen. Bei uns ist im Sargpreis bereits der komplette Ausschlag aus Leinen oder Seide sowie Decke, Kissen, Sterbehemd und Griffe inklusiv.

Entscheidet man sich nicht für ein anonymes Grab sind dann noch die Kosten für einen Grabstein zu beachten. Liegeplatten mit Innschrift beginnen bei 600 Euro und horizontale Steine bei 800 Euro. Zu all diesen Kosten hinzu, kommen dann noch die für eine Trauerfeier, Redner, Trompeter, Grabpflege und Blumenschmuck.

Erdbestattung
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